Wer gute Stiefel haben will, kommt nicht umhin, auf Qualität zu achten. Entscheidend für die Qualität eines Stiefels sind die Haltbarkeit, die Passform und die Reparaturfreundlichkeit. Es kommt zunächst einmal darauf an, aus welchem Material der Stiefel hergestellt wurde. Neben dem verwendeten Material, kommt der Machart eines Schuhs für dessen Qualität eine große Bedeutung zu. Es gibt die verschiedensten Macharten bei der Herstellung von Stiefel und Schuhen wie z.B. die Originalmachart, die variierte Machart, die kombinierte Machart oder die genähte Machart. Manche Schuhhersteller verwenden dabei sogar eine eigne Machart, welche für ihre Schuhe auch charakteristisch ist. Als Machart bezeichnet man die Art und Weise der Verbindung von Schuhschaft (dem Oberteil) mit dem Schuhboden (die Sohle)
- Die Verarbeitung von Schaft und Sohle
Schaft und Sohle können auf verschiedene Arten miteinander verbunden werden, wie z.B. durch Kleben oder Nähen. Mit dem Begriff Goodyear Welted bezeichnet man eine bestimmte maschinelle Fertigungsmethode. Diese von Andreas Eppler erfundene und von Charles Goodyear Junior patentierte Fertigungsmethode, wird zum Verbinden von Sohle und Oberteil verwendet. Bei diesem Vorgang werden zum Nähen der beiden Bodennähte die Goodyear Einstechmaschine und die Goodyear Aufdoppelmaschine verwendet. Mit anderen Worten ausgedrückt lässt sich auch sagen, dass bei dieser Fertigungsmethode die Schuhe rahmengenäht werden.
- Die maschinelle Fertigungsmethode
Der Begriff Goodyear Welted steht dabei nicht für eine bestimmte Machart, sondern für die spezifische maschinelle Fertigungsmethode. Wie dem Begriff der „Maschinellen Fertigungsmethode“ bereits zu entnehmen ist, handelt es sich um maschinell hergestellte Schuhe und Stiefel. Bei handgenähten Schuhen und Stiefel spricht man hingegen von handeingestochen oder handrahmengenäht.
Die Legende lebt, so könnte man auch die Entwicklung der Cowboystiefel bezeichnen.
Der Geschichte nach sollen 2 Brüder in Kanada im Jahre 1870 auf die Idee eines Cowboystiefels gekommen sein. Die damaligen Stiefel der Farmer waren alle relativ rund vorne, ähnlich den Stiefeln aus den Bürgerkriegen. Daraufhin ist einer der Brüder auf die Idee gekommen, einen Stiefel zu kreieren, der in einen Steigbügel passt und auch dort nicht mehr herausrutscht. Mit der Fertigstellung dieses Stiefels für einen Kunden, war der Cowboystiefel geboren und erlangte zu Weltruhm in ganz Amerika. Noch heute tragen die Farmer und Cowboys dort Cowboystiefel, nicht nur zur Arbeit! Auch privat hat sich der Cowboystiefel in Texas und Hollywood über Jahre hinweg durchgesetzt.
- Die Reise über den Atlantik:
In den 70er Jahren gelang dem Cowboystiefel dann der Eintritt nach Europa. Es setzte auch in Deutschland ein richtiger Modetrend der Cowboystiefel ein, jeder trug sie, obwohl keiner ein Pferd hatte. Im selben Zeitraum schwappte die Welle bis Ibiza. Jede weibliche Neuankunft konnte man an den neuen Cowboystiefeln erkennen, die es in allen Arten und Farben gibt.
Noch in heutiger Zeit werden die meisten Cowboystiefel in Spanien und Mexiko hergestellt. Ganz bekannt war der spanische „Mora- Stiefel.“. Später wandelte man aus dem Cowboystiefel auch sinnlose Stiefeletten ab, die sich jedoch kaum durchgesetzt haben.
- Was macht einen guten Cowboystiefel aus?
Wie bei allen Modeerscheinungen wurden auch viele Cowboystiefel in einer Billigversion gefertigt. Vom Kunstlederstiefel bis zur Gummisohle war alles vertreten. Ein guter Cowboystiefel wird aus gutem Leder oder Wildleder, einfarbig oder mehrfarbig gefertigt. Sondermodelle auch in Schlangenleder oder Krokodilleder, teilweise auch in Kombination. Alle Stiefel sind mit einer Ledersohle und einem ungefähr 5 cm hohen Schrägabsatz, handvernäht ausgestattet, natürlich auch mit echtem Lederfutter.
- Sind Cowboystiefel noch im Trend?
Es ist ungefähr so, als würde man fragen, ob Leberwurst noch im Gourmettrend liegt. Ein guter Cowboystiefel liegt immer im Trend, wenn derzeit auch nicht gerade im Modetrend, so wird er bevorzugt von Bikern und Cowboyfreaks und allen Fans die diese Art der Besohlung lieben. Der Trend kann sich schnell ändern. Wenn zum Beispiel James Bond im Film permanent Cowboystiefel tragen würde, bleibt der Run auf Cowboystiefel anschließend nicht aus. So ändert sich die Mode.
Eindeutig Ja, sie sind wirklich bequem. Allerdings nicht sofort. Denn wenn man sich Cowboystiefel gekauft hat, sind sie noch sehr hart und fest und somit ziemlich schwer zu tragen. Man muss sie erst einlaufen, damit das Leder weicher wird, und dann sind Cowboyboots wirklich sehr bequem zu tragen, und man kann in ihnen sehr gut laufen.
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Cowboyboots oder auch Coboystiefel entstanden ca. um 1870, zu dieser Zeit bekam der Stiefel seine jetztige Form: die Spitzen wurde spitzer, die Absätze länger sowie der Schäft höher. Es wurde jeder Cowboyboot mit der Hand gefertigt und jedem Fuss angepasst.
Heutzutage übernimmt diese Arbeit schon lange die Maschine.
- Es gibt zwei verschiedene Arten, einen Cowboyboot herzustellen. Man unterscheidet zwischen rahmengenähten und geklebten Schuhen. Bei den rahmengenähten Schuhen wird das Material aüf die Sohle genhäht, bei den geklebten Schuhen, wie es der Name schon sagt, geklebt. Beide Verfahren sind gleich gut. Bevor aber der Schuh verklebt oder vernäht werden kann, muss zuerst das Obermaterial, meist aus Leder, ausgeschnitten werden.
Das Leder muss allerdings fest und belastbar, aber auch zugleich weich und anschmiegsam sein. Deshalb wird bei vielen Schuhen Rindsleder verwendet. Allerdings gibt es auch andere Ledersorten, welche verwendet werden können. Zum Beispiel Krokodil-, Schlangen-, oder Elefantenleder.
- Viele Teile werden bereits nun schon zusammengefügt. Nun folgt die Verschönerung über computergesteuerte Maschinen. Hier wird z. B. ein Muster aufgestickt oder Prägungen aufgebracht. Zum Schluss wird die Sohle sowie der Absatz an den Schuh befestigt. Danach erhält der Schuh druch Maschinen noch sein perfektes typisches Aussehen.
- Der Aufwand sowie der Preis können somit sehr gering gehalten werden, jedoch ist so ein Cowboyboot nicht gerade für jeden passend. Am besten ist es noch immer, sich einen Cowboyboot maßanfertigen zu lassen. Außerdem sollte darauf geachtet werden, dass die Cowboyboots immer schön gepflegt sind. Am Besten bürstet man die Boots nach dem Tragen mit einer Bürste ab, um so den feinen Staub von Erde und Lehm zu entfernen.